Zukunft in Lauf
Energieeffizienz ausgestattet und vor allem mit viel Raum für die Gestaltung des Gebäudekörpers – sowohl für die Fassade als auch in den Räumen. Aufgrund der hohen Planbarkeit und kurzen Baustellenphase entschieden sich die Bauherren für temperierbare Elementfertigdecken von Bürkle und Wavin. Nachdem diese Entscheidung in Zusammenarbeit mit dem Haustechnikplaner getroffen war, wurden die Baupläne an Bürkle geleitet. „So wie das jeder Bauherr macht“, erläutert Bürkle-Berater Rudolf Herz. „Wir haben die Decken dann elementiert, also die Gesamtfläche anhand der geplanten Wände in verschiedene Deckenelemente aufgeteilt, und diese Daten an Wavin weitergeleitet.“Bei Wavin in Twist, das nur einen Steinwurf von der niederländischen Grenze entfernt liegt, wurden die CW 90 Module anschließend für jedes der acht unterschiedlich großen Deckenelemente pro Geschoss genau berechnet. Ausschlaggebender Faktor war der benötigete Wärme- und Kühlbedarf in Verbindung mit der Raumhöhe und der zur Verfügung stehenden Oberfläche. „Es gibt keine Standard-Decke“, erläutert Otte das Vorgehen des Temperierungsspezialisten. „Jede Planung ist individuell, da wir bestrebt sind das Optimum an Leistung zu realisieren.“
Umfangreiche Tests noch beim Hersteller
Bevor die CW 90 Module reisefertig gemacht und auf LKW verladen wurden, testeten die norddeutschen Experten sie auf Dichtigkeit und Druckfestigkeit. „Das entspricht unserer Werksnorm“, so Otte. Dass es im Werk passiert, ist für den Bauherren von Vorteil: „Damit entfallen auf der Baustelle unnötige Terminabsprachen und zeitintensive Prüfungen durch den Handwerker.“Nachdem die CW 90 Module in Sasbach angekommen waren, konnte mit der Produktion der Deckenelemente begonnen werden. Lasergesteuerte Messgeräte und Fachkräfte sorgen dafür, dass Module und Stahlbewehrung exakt auf dem Schaltisch liegen, bevor sie in die Befüllungsanlage fahren. Durch die computergesteuerte Bestückung und das Knowhow der Beteiligten, liegen die Heizmodule sehr nah an der schalungsglatten Oberfläche, die später die Unterseite der Decke geben wird. Dadurch wird die Temperatur der Heizmodule rasch an den Raum weitergegeben. „Fast verlustfrei“, sagt Otte. Ein weiterer Vorteil: Die gesamte genutzte Decke dient als thermische Übertragungsfläche und sorgt somit für ein behagliches Raumklima. Es entsteht kein Zug – weder beim Heizen, noch beim Kühlen und durch die geringen Oberflächentemperaturen eignet sich das System perfekt für den Einsatz Ressourcen schonender Wärmeerzeuger, wie z.B. Wärmepumpen oder solarthermisch unterstützte Heizsysteme. Dies reduziert die Betriebskosten und schafft ein behagliches Umfeld.
Ein guter Vergleich ist ein Dolby Surround System; Sie hören den Klang, können aber nicht orten woher er kommt. Gleich ist es mit dem Tempower Deckenheiz- und Kühlsystem; Sie fühlen sich behaglich, wissen aber nicht woher die Wärme kommt, da z. B. keine Heizkörper sichtbar sind.
Die Verarbeitung der Filigrandeckenelemente mit den integrierten Temperierungsmodulen auf der Baustelle kostete nicht eine Sekunde mehr Zeit als üblich. Johannes Bürkle: „Die Elemente sind ja genau zuzuordnen, passen exakt zueinander und zu den Wänden.“ Anschließend wurden die Heizmodule anhand der detaillierten Pläne von Wavin miteinander verbunden. „Fertig!“ Zum Schluss wurde der Boden aufgebaut, von den Heizmodulen und der damit integrierten Klimatechnik war da schon nichts mehr zu sehen. „Aber sie werden es merken“, sagt Johannes Bürkle. Er lächelt und fährt fort: „Und sie werden es nicht mehr missen wollen.“
Architektenbroschüre Wavin



