News [22.07.10]

Die Anforderungen sind hoch, aber sie werden erreicht. „Auch wenn die gängige Meinung ist, dass ein Passivhaus nur ohne Keller funktioniert; sie stimmt nicht.“ Johannes ... mehr


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Branchentreff bei BÜRKLE mit Björn Engholm

Leichte Entspannung beim Eigenheimbau?

Branchentreff bei Bürkle mit Björn Engholm am 27. Januar 2009 vermittelt Zuversicht

Wurden 1970 noch rund 270.000 Ein- und Zweifamilienhäuser im Jahr gebaut, waren es 1994 noch 230.000. Nach dem Wegfall der Eigenheimzulage 2006 waren es noch rund 130.000, 2008 noch rund 100.000 Einheiten. Verhaltene Zuversicht vermittelte indes der jüngste Branchentreff am 27. Januar im neuen BASE Keller Kompetenzzentrum von Bürkle Kellerbau im badischen Sasbach. Laut Tagesordnung sollte es um den deutschen Hausbau im Zeichen der Finanzkrise gehen - doch hörte man auch aufmunternde Signale.

Johannes Bürkle rief und die Chefs kamen

Vorträge Veranstaltung 27.01.09 Gastgeber Johannes Bürkle vermochte einleitend der Finanzkrise nicht nur Negatives abzugewinnen. Sein innovatives Konzept lautet Slow-Money: "Viele Menschen besinnen sich auf wahre Werte und fragen sich, ob es nicht vielleicht besser ist, ihr Vermögen nur mit 1,5 Prozent Rendite anzulegen, aber es wächst ... als dass es hochriskant in anderen Formen angelegt wird"

Offizieller Anlass des Branchentreffs war der Eintritt von Bürkle in den "Verband Wohnsiegel - Das Europäische Markenhaus e.V.". Der freiwillige Qualitätssicherungsverband steht heute unter dem Vorsitz von Björn Engholm, der sich schon zu Ministerzeiten für die Ausbildung am Bau eingesetzt hatte und für sein Architektur-Faible bekannt ist. Der 2001 gegründete Verband bürgt für Qualität, Bonität und Seriosität seiner 62 Mitgliedsunternehmen, darunter namhafte Hausbaufirmen, Massiv- und Fertighausanbieter.
Urkundenübergabe durch den Verband Wohnsiegel - Das Europäische Markenhaus e.V. Pressekonferenz 27.01.09 Pressekonferenz 27.01.09

Björn Engholm erinnert an verlässliche Werte

Vorträge Veranstaltung 27.01.09 "In diesem Markt unter heutigen Bedingungen als Unternehmen Erfolg zu haben, setzt ganz bestimmte Dinge voraus", ergänzt Björn Engholm anlässlich der Urkundenverleihung. "Verlässliche Werte prägen die Philosophie, die wir im Hause Bürkle finden und die wir auch als Verband vertreten. Wichtig ist auch die pfiffige und professionelle Marktansprache - was Bürkle hier auf die Beine stellt, habe ich in der deutschen Baubranche so noch nicht gesehen. Wenn wir mit diesen Kriterien in die Zukunft schauen, werden wir weiter gute Geschäfte machen", ist Engholm überzeugt.

Ist die Talsohle erreicht?

Vorträge Veranstaltung 27.01.09 Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF), der 47 Unternehmen der Fertighausbranche vertritt, vermittelte die aktuellen Strategien seines Verbandes und der Mitgliedsfirmen. "Zum Krisengerede besteht kein Anlass. Entgegen aller Unkenrufe sehe ich das Jahr 2009 in Kontinuität zum Jahr 2008", so Klaas. Einzelne Unternehmen hätten sogar in den ersten Wochen diesen Jahres als auch in den letzten Wochen des vergangenen Jahres bessere Geschäfte als im Vorjahr verzeichnet. "Das heißt, es gibt auch Zuwachs in der Krise. Letztlich bewahrheitet sich, dass derjenige, der seine Hausaufgaben gemacht hat, gute Chancen - und vielleicht der eine oder andere, der da etwas nachlässiger war, weniger gute hat", resümiert Klaas.

Zuversicht bei den Bausparkassen

Vorträge Veranstaltung 27.01.09 Heinz Panter, Vorstandsvorsitzender der LBS Baden-Württemberg sowie Vorsitzender der Bausparkassen-Konferenz, beleuchtete neue Wege und Perspektiven für die Immobilienfinanzierung in einer veränderten Welt von morgen. Heinz Panter sah die Eigenheimförderung weiter auf einem guten Weg. Noch immer sei Deutschland beinahe Schlusslicht in Europa, was die reale Eigentumsquote betreffe. Die eigenen vier Wänden blieben gleichwohl der Traum von 80% der Bevölkerung. Insofern müsse man hier keinen Bedarf wecken, sondern Grundbedürfnisse befriedigen. Das eigene Haus als Vermögensanlage könne gerade in der Finanzkrise neue Freunde gewinnen. Die Finanzkrise spiele sich denn auch eher zwischen den Banken ab, weniger zwischen den Bauherren und Bausparkassen. Die neue Riester-Förderung für eigengenutzte Immobilien habe die Eigenheimzulage praktisch ersetzt, bei frühzeitigem Start unter 30 Jahren könne sie sogar mehr erbringen als die alten Instrumente. Die Erfahrungen seien besser als erwartet und fließen heute standardmäßig in die Beratungen der Bausparkassen ein.    

Kreativ aus der Krise

Vorträge Veranstaltung 27.01.09 Prof. Georg Sahner, Inhaber von G.A.S. Sahner Architekten in Stuttgart und einer der Schöpfer des "Golden Cube Fertighauspreises", durchstreifte demografische Zukunftslandschaften nebst Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für den deutschen Fertigbau. Der rastlose Professor und Regierungsberater fesselte mit gewohntem Verve und einem flammenden Appell für mehr Kreativität. Wer morgen erfolgreichen Fertigbau betreiben wolle, der müsse verstehen, wie Familien in 10 oder 20 Jahren strukturiert seien, der müsse Mehrgenerationenhäuser und erschwingliche Lösungen schaffen. Auch gelte es, das Energiethema richtig zu verstehen. Energie dürfte kaum billiger werden, sondern müsse effizienter werden. Dabei gehe es nicht nur ums Heizungsthema, sondern auch um intelligente Komponenten der Zukunft, die sich bauphysikalisch selbst regulierten. Hier könnten auch die deutschen Hersteller viel mehr tun. Immer wieder erstaune ihn der Enthusiasmus, mit dem sich etwa junge Inder heute auf die Themen von morgen stürzten. Gleichwohl gelte es, die besten jungen Köpfe im eigenen Lande zu halten und einen neuen Sturm der Kreativität zu entfachen - auch hier in Deutschland.  


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Eigenheimbau und Finankrise mit Björn Engholm.
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